Hessen braucht Ehrlich­keit

Am 18. Februar 2015 konnte der Landes­ver­band VERNUNFTKRAFT. Hessen als Gast beim tradi­tio­nellen Ascher­mitt­wochs-Herings­essen der hessi­schen FDP seine Stellung­nahme zur  schwarz-grünen Windkraft­po­litik vortragen.

In angenehmer Gesprächs­at­mo­sphäre vermit­telten die partei­po­li­tisch unabhän­gigen Bürger den Parla­men­ta­riern sowie den zahlreich anwesenden Landtags­jour­na­listen hautnahe Einblicke in die Auswir­kungen der Windkraft­po­litik  auf die Lebens­wirk­lich­keit im ländli­chen Raum. Die Ausfüh­rungen von  Dr.-Ing. Detlef Ahlborn  zu den techni­schen, physi­ka­li­schen und statis­ti­schen Randbe­din­gungen der Windkraft­nut­zung in Hessen stießen beim ehema­ligen Wirtschafts­mi­nister Florian Rentsch sowie den anderen Gesprächs­part­nern auf reges Inter­esse. Der Vorsit­zende von VERNUNFTKRAFTHessen, Bernhard Klug, forderte einen zweiten Energie­gipfel in Hessen mit Bürger­be­tei­li­gung und erhielt die ungeteilte Zustim­mung der FDP-Politiker. 

Rasch war man sich einig, dass die Beschlüsse des sogenannten “Energie­gip­fels” aus 2011 dringend einem Plausi­bi­li­täts- und Machbar­keit­scheck unter­zogen werden müssen. Die freien Demokraten betonten selbst­kri­tisch, dass sie jene Beschlüsse seiner­zeit mitge­tragen hatten. Aller­dings seien die Impli­ka­tionen der Beschlüsse schwer überschaubar und abstrakt gewesen – zumal die Entschei­dungs­fin­dung in einem emotional aufge­la­denen und von einschlä­gigen Inter­es­sen­gruppen dominierten Umfeld erfolgt sei. Die Liberalen schlugen daher vor, in einem weiteren Energie­gipfel eine Kursüber­prü­fung vorzu­nehmen. Gemäß Vorbild des bayeri­schen Energie­dia­logs soll dabei auch die in Zivil­ge­sell­schaft und unabhän­giger Wissen­schaft vorhan­dene fachliche Exper­tise einbe­zogen werden. 

Der Partei­vor­sit­zende Florian Rentsch resümiert:

Jedem muss klar sein, dass die Ziele und Vorgaben des Hessi­schen Energie­gip­fels von 2011 geschei­tert sind. Unter dem Eindruck von Fukus­hima wurden Verein­ba­rungen getroffen, die wir heute nüchtern betrachtet als unrea­lis­tisch oder falsch einschätzen müssen. Die Energie­wende hat sich weiter­ent­wi­ckelt – und zwar in die falsche Richtung. Grund­le­gende techni­sche Fragen wie das Thema Strom­spei­cher sind genauso wenig geklärt wie die Frage der Sicher­stel­lung einer verläss­li­chen und bezahl­baren Strom­ver­sor­gung. Der massive Wider­stand hunderter Bürger­initia­tiven gegen den Bau von Windkraft­an­lagen und die Strom­trasse SuedLink belegt zudem, dass die Akzep­tanz der betrof­fenen Menschen für diese Energie­wende drama­tisch gesunken ist. Es ist daher die Aufgabe einer verant­wor­tungs­be­wussten Politik, einen Weg aus der derzei­tigen energie­po­li­ti­schen Sackgasse zu finden.”

Weiter erklärt Rentsch:

Die Landes­re­gie­rung muss handeln und eine grund­le­gende Kurskor­rektur in der Energie­po­litik einläuten. Wir brauchen keine hochsub­ven­tio­nierten Windkraft­an­lagen in Natur­schutz­ge­bieten und Wäldern, die am Ende Strom liefern, den wir dann ins Ausland verschenken müssen. Die Politik muss sich von ideolo­gi­schen Vorgaben trennen und die Gesetze der Physik akzep­tieren. Genauso klar muss sein, dass die Kosten für die Energie­wende nicht endlos weiter steigen können, wie sich nach der Novelle des EEG bereits ankün­digt. Das überge­ord­nete Ziel muss es daher sein, wieder zu einer ratio­nalen Energie­po­litik zurück zu finden. In diesem Fall wären zudem viele der aktuell geplanten Strom­trassen nicht notwendig. Auch das gehört zur Wahrheit in dieser Debatte.

Die Bundes­in­itia­tive VERNUNFTKRAFT. begrüßt dieses Vorhaben ausdrück­lich und ermutigt auch die anderen Parteien, sich einem solchen Dialog zu öffnen.

 

 „Irren ist mensch­lich, doch im Irrtum zu verharren ist ein Zeichen von Dummheit.“ 

Cicero

 „Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korri­giert, begeht einen zweiten.“ 

Konfu­zius

  

Sehen Sie hier das vollstän­dige State­ment von Florian Rentsch:

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