Die Natur erhält Recht

Die Geneh­mi­gung von Windkraft­an­lagen beinhaltet oft eklatante natur­schutz­fach­liche Mängel. 

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Unrecht in Stahl und Beton. Foto: Mit Dank an E. Jenne.

Aus dem UMWELT-WATCH­BLOG:

Beim Bau dieser Anlage  in der Oberpfalz wurde ein Schwarz­storch­horst in nur rund 80 Metern Entfer­nung zum Windrad im Rahmen der spezi­ellen arten­schutz­recht­li­chen Prüfung (saP) “übersehen”. Als Folge wurden die Windräder von dem zustän­digen Landratsamt geneh­migt; ein klarer Verstoß gegen den “Bayeri­schen Windkraft­er­lass”, der einen Mindest­ab­stand von 3000 Metern zwischen Windrad und Schwarz­storch­horst verbind­lich festschreibt.

In einer bisher vollkommen unbekannten und überra­schenden Deutlich­keit zeigt das Urteil des VG Würzburg die fahrläs­sige Vorge­hens­weise der zustän­digen Behörde, dem Landratsamt Haßberge in Unterfranken/Bayern, bei der Geneh­mi­gung von Windrä­dern auf. Es bringt exempla­risch die bayern- und deutsch­land­weit sehr häufigen Verstri­ckungen und prekären Befan­gen­heiten zwischen der Geneh­mi­gungs­be­hörde, dem Landratsamt und der Person des Landrats und dessen/deren Betei­li­gungen an Windrad­pla­nungen in Form von Energie- und Bürger­wind­ge­nos­sen­schaften oder sonstigen bürger­lich-recht­li­chen Gesell­schafts­formen, an das Licht der Öffent­lich­keit.

Baustopp

Mit einem Klick gelangen Sie zur Presse­er­klä­rung des Gerichts.

Das Urteil sollte eine weite Verbrei­tung finden und kann sicher auch andern­orts dazu beitragen, Behörden und Inves­toren natur­schutz­fach­lich zu beraten.

Mehr dazu auf dem UMWELT-WATCH­BLOG.

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