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Windkraft­an­lagen setzen einen Großteil der Energie des Windes in Schall um. 

So ist verständ­lich, dass hörbarer Lärm und nicht hörbarer Schall als unerwünschte Neben­wir­kungen des Windkraft­aus­baus auftreten.

Dies birgt handfeste Gesund­heits­ge­fahren

Je größer die Anlagen, desto mehr verla­gert sich das von ihnen erzeugte Schall­spek­trum in den langwel­ligen, nieder­fre­quenten Bereich: Infra­schall.

Infra­schall bezeichnet den Teil des Schall­spek­trums (<16Hz), der vom mensch­li­chen Ohr nicht mehr gehört werden kann. Aufgrund der großen Wellen­länge breitet sich Infra­schall über große Entfer­nungen nahezu verlust­frei aus. Dabei stellen Topogra­phie und Vegeta­tion kaum ein Hindernis dar. Schall­däm­mung ist mit herkömm­li­chen Mitteln nicht möglich. Schall­mes­sungen sind häufig fehler­haft, Schall­pro­gno­se­rech­nungen gehen durch Resonanz­phä­no­mene in der Natur und in Wohnräumen häufig an der Realität vorbei.

Grund­sätz­lich hat Infra­schall ähnliche Wirkungen auf Gesund­heit und Wohlbe­finden wie übermä­ßiger hörbarer Schall: Schlaf­stö­rungen, Herz- und Kreis­lauf­pro­bleme, Bluthoch­druck, Kopfschmerzen, Unruhe, Nervo­sität, Reizbar­keit, Konzen­tra­ti­ons­schwie­rig­keiten, rasche Ermüdung, vermin­derte Leistungs­fä­hig­keit sind die vielfach beschrie­benen Folgen. Die gesund­heit­li­chen Auswir­kungen und insbe­son­dere die Unbedenk­lich­keits­schwellen dieses mit den Ohren nicht wahrnehm­baren, aber dennoch sehr präsenten Schalls sind bislang zu wenig erforscht.

Im Juli 2014 hat das Umwelt­bun­desamt nach einer mehr als dreijäh­rigen Litera­tur­sich­tung im Rahmen der “Machbar­keits­studie Infra­schall” das Forschungs­de­fizit bestä­tigt.

ubam

Mit einem Klick gelangen Sie zur Publi­ka­tion aus dem Juli 2014.

Darin heißt es u.a.:

Zusam­men­fas­send kann gesagt werden, dass viele der negativen Auswir­kungen von Infra­schal­lein­wir­kungen die Bereiche Herz-Kreis­lauf­system, Konzen­tra­tion und Reakti­ons­zeit, Gleich­ge­wichts­or­gane, das Nerven­system und die auditiven Sinnes­or­gane betreffen. Probanden klagten häufig über Schwindel- und Unbehag­lich­keits­emp­fin­dungen bei Infra­schall­ex­po­si­tion.

Dass Infra­schall keines­wegs harmlos ist, wie die Windkraft­lobby glauben machen will, ist somit amtlich bestä­tigt. Vor einigen Jahrzehnten wurde Infra­schall sogar für militä­ri­sche Zwecke erwogen: 

Neue Waffe

Zu einem ZEIT-Artikel aus dem Jahr 1968.

Dass die im Rahmen der “Energiewende”-Politik geplante flächen­de­ckende Überzie­hung unseres Landes mit Infra­schall­quellen Risiken und Neben­wir­kungen hat, liegt auf der Hand. In einem sehr gut verständ­li­chen Vortrag aus dem Juli 2014 erläu­terte Herr Dr. med. Eckehard Fugger die Thematik. Wir danken ihm für die freund­liche Geneh­mi­gung zur Veröf­fent­li­chung der zentralen Teile seines Manuskripts:


Infra­schall von Windkraft­an­lagen – eine Gefahr für die Gesund­heit?

Artikel 2 GG besagt: Jeder Mensch hat das Recht auf  Leben und körper­liche Unver­sehrt­heit.

Windkraft­an­lagen (WKA) können durch

  • Lärm
  • Blitz­lichter
  • Schat­ten­wurf und durch den sogenannten
  • Infra­schall

die Gesund­heit schädigen.

Infra­schall – das unbekannte Wesen

Der Infra­schall und die daraus resul­tie­renden Gesund­heits­ge­fahren haben bisher in Deutsch­land bei der Geneh­mi­gung von Windkraft­an­lagen keine Berück­sich­ti­gung gefunden. Der für den Menschen hörbare Schall liegt im Bereich von ca. 16 Hertz bis 20.000 Hertz.

Hertz bedeutet Schwin­gungen pro Sekunde und Schall wird durch Luftschwin­gungen übertragen. Der vielen bekannte Kammerton A der Stimm­gabel, mit dem sich Chöre und Orchester einstimmen, hat beispiels­weise 440 Hz, d.h. die Stimm­gabel schwingt 440-mal in der Sekunde. Unser Trommel­fell schwingt mit und übersetzt diese Luftschwin­gungen in verschie­dene Töne, je nach Frequenz. Hohe Frequenzen bedeuten hohe Töne und umgekehrt. Unter­halb dieser Hörschwelle von 16 Hertz befindet sich der sogenannte Infra­schall­be­reich, also unhör­bare Luftschwin­gungen (Druck­schwan­kungen) mit sehr tiefen Frequenzen.

Frequenz­be­reiche

Der Infra­schall darf nicht mit dem Ultra­schall oberhalb von 20.000 Hertz verwech­selt werden. Mit Ultra­schall orien­tieren sich bekann­ter­weise die Fleder­mäuse, wohin­gegen in den Weltmeeren die Unter­hal­tungen von Walen über 100km Entfer­nungen im Infra­schall­be­reich statt­finden. Auch Elefanten verstän­digen sich mit Infra­schall und zwar über eine Entfer­nung bis zu 2,5 Kilome­tern. Niedrige Frequenz bedeutet physi­ka­lisch auch eine große Wellen­länge der Schall­schwin­gung, z.B. haben 10 Hz eine Wellen­länge von 34 Metern. Der Kammerton A mit 440 Hz hat z.B. eine Wellen­länge von nur 78 cm. Es deutet sich hier schon an: Niedrige Frequenzen haben große Wellen­längen und damit auch eine große Reich­weite.

Infra­schall­quellen

Es gibt in unserer Umgebung mehrere Infra­schall­quellen:

  1. Natür­liche: z.B. Gewit­ter­donner, Erdbeben, starke    Windver­wir­be­lungen, Föhn-Wind, Meeres­bran­dung
  2. Künst­liche: z.B. LKW-Motoren, große Klima­an­lagen, Flugzeuge etc. und auch insbe­son­dere
  1. Windkraft­an­lagen

Infra­schall kann jeder selbst erleben, wenn man bei schneller Fahrt im Auto das hintere Fenster öffnet. Durch die starken Luftver­wir­be­lungen im tieffre­quenten Bereich empfinden wir ein unange­nehmes Wummern, in dem auch ein großer Anteil Infra­schall enthalten ist.

Infra­schall­ent­ste­hung durch Windkraft­an­lagen

Auch moderne Windkraft­an­lagen wandeln derzeit nur maximal 40% der Windenergie in Strom um. Der überwie­gende Teil der Windkraft wird in Druck­wellen, also Schall, umgesetzt. Eine WKA produ­ziert also mehr Lärm als Strom.

Der Lärm entsteht überwie­gend an den Rotor­blät­tern. Durch die Größe und die Biegsam­keit der Blätter sowie die langsame Drehzahl – jedoch mit Geschwin­dig­keiten bis zu 400 km/h an den Rotor­spitzen – erzeugen die Rotoren bedeu­tende Mengen im nicht­hör­baren Infra­schall­be­reich.

Je größer die Anlagen werden, desto mehr verschieben sich die erzeugten Schall­fre­quenzen in diesen Bereich des „unhör­baren Lärms“.

Auch wenn die Indus­trie gebets­müh­len­artig immer wieder alles für unbedenk­lich erklärt, sind sich unabhän­gige Mediziner einig, dass dies handfeste Gesund­heits­schäden nach sich ziehen wird. Auch wenn der Schall unter­halb der Wahrneh­mungs­schwelle liegt, werden im Körper Reaktionen ausge­löst, die je nach gesund­heit­li­cher Verfas­sung einer Person ganz unter­schied­lich sein können.

Die Hörbar­keit des Lärms beinhaltet zugleich eine Schutz­funk­tion: der Mensch sucht sich dem störenden und mögli­cher­weise schädi­genden Lärm zu entziehen oder die Lärmquelle abzuschalten. Beim Infra­schall versagt diese Schutz­funk­tion leider. Der hier zu betrach­tende Infra­schall im unter­schwel­ligen Bereich ist eben unhörbar. Unhörbar bedeutet nicht automa­tisch unschäd­lich. 

Wie kann aber etwas, das wir nicht hören können, gefähr­lich für unsere Gesund­heit werden? Das liegt in der Natur des Menschen: Infra­schall bezeichnet Frequenzen von 16 Hz und weniger. Die mensch­li­chen Gehirn­wellen bewegen sich mit einer mittleren Frequenz von 15 Hz bei einer Spann­weite von 4 Hz im Tiefschlaf  bis hin zu  30 Hz tagsüber, je nach Aktivität. Die elasti­sche Gehirn­masse wird durch den Infra­schall zum Mitschwingen angeregt (Resonanz).

Störsender“ Infra­schall

Den Infra­schall kann man also als eine Art Störsender im Gehirn ansehen, ein Störsender, der aller­dings Tag und Nacht arbeitet und den ein erkrankter Anwohner auch nicht abschalten kann.

Tagsüber wird die höhere Hirnfre­quenz durch den Infra­schall gedämpft (16 Hz senken 30 Hz ab). Mögliche Effekte sind z.B. Benom­men­heit oder Konzen­tra­ti­ons­schwie­rig­keiten. In der Nacht regt der Infra­schall die niedrige Hirnfre­quenz an (16 Hz heben 4 Hz an).  Schlaf­stö­rungen sind eine mögliche Folge.

Die Mediziner bezeichnen so etwas als einen „unphy­sio­lo­gi­schen“ Vorgang, also einen Vorgang, der nicht den normalen gesunden Abläufen in der Natur entspricht und damit zu Änderungen der Hirnleis­tung und der Funkti­ons­fä­hig­keit des Gehirns führt. Aber auch andere Organe wie das Innenohr oder auch das Herz können durch Infra­schall zur Resonanz angeregt werden und dann etwas aus dem Takt kommen.

TA-Lärm berück­sichtig keinen Infra­schall

Infra­schall wird also von den WKA zweifels­ohne erzeugt. Das streiten nicht einmal deren Planer und Betreiber ab. Sie behaupten jedoch, dass unhör­barer Schall nicht schäd­lich sein kann und berufen sich auf die bislang geltende Rechts­ver­ord­nung „Techni­sche Anlei­tung (TA) Lärm“ nach dem deutschen Bundes­im­mis­si­ons­schutz­ge­setz (BImSchG).

Die oben beschrie­bene Verschie­bung des Emissi­ons­spek­trums in Richtung nieder­fre­quen­tere und stärkere Schall­wellen ist durch die A-bewer­tete Schall­druck­mes­sung (dB(A)) nicht auch nur annähernd erfassbar, da wesent­liche Anteile der Emissionen nicht berück­sich­tigt werden.  Die Schall­druck­be­wer­tung nach dem A-gewich­teten Messver­fahren ist der Empfind­lich­keit des mensch­li­chen Gehörs nachge­bildet und bewertet die Frequenzen beson­ders stark, für die das Gehör beson­ders empfind­lich ist. Dies führt dazu, dass nur hörbare, nicht aber die insge­samt vom Körper wahrnehm­baren Immis­sionen berück­sich­tigt werden. Aber auch die gefor­derten dB ©-Bewer­tungen nach DIN 45680 und 45681 für tieffre­quente Geräu­sche im Außenbereich/Fernfeld sind nicht möglich, weil es keine Berech­nungs­werte unter­halb von 90 Hz mehr gibt. Die Gesetz­ge­bung belässt es hier bislang bei einem Achsel­zu­cken.

Der nicht­hör­bare Infra­schall und seine Auswir­kungen auf die Gesund­heit der Anwohner werden also bei der Geneh­mi­gung von Windkraft­an­lagen bisher überhaupt nicht berück­sich­tigt.

Das Ausland weiß offenbar mehr

Viele Studien – meist aus dem Ausland – belegen, dass Gesund­heits­schäden zu erwarten sind, da die Bürger dem Infra­schall in der Umgebung von Windkraft­an­lagen rund um die Uhr ausge­setzt sind. Folgende Beein­träch­ti­gungen durch Infra­schall werden in den Studien aufge­führt und belegt:

  • Schlaf­stö­rungen,
  • Kopfschmerzen,                                                 
  • Konzen­tra­ti­ons­schwie­rig­keiten,
  • Ohrge­räu­sche, Migräne, Schwin­del­ge­fühle,
  • Übelkeit,
  • Beein­träch­ti­gungen der Herzfre­quenz,
  • Reizbar­keit,
  • Gedächt­nis­pro­bleme,
  • Angst­zu­stände usw.

Weil dieser Infra­schall von Windrä­dern im tieffre­quenten, vom Mensch nicht mehr hörbaren Bereich liegt, wird daraus von Behörden nach dem Motto geschlossen, was man nicht wahrnehmen kann, dass kann auch die Gesund­heit nicht gefährden. 

Das Robert Koch Institut (RKI) hat hierzu im November 2007 die Studie

rki

Mit einem Klick gelangen Sie zur Studie.

veröf­fent­licht.

Darin ist zu lesen:

Die Studien weisen darauf hin, dass Immis­sionen von Infra­schall entweder bei konti­nu­ier­li­cher Langzeit­ex­po­si­tion oder bei sehr inten­siven Kurzzeit­ex­po­si­tionen gesund­heit­liche Schädi­gungen verur­sa­chen können.

Die Experten des Robert-Koch-Insti­tuts (RKI) kamen deshalb schon 2007 zu der wissen­schaft­lich vorsichtig formu­lierten Warnung:

Die beson­dere Qualität von Infra­schall bedarf jedoch verstärkter Aufmerk­sam­keit, da bisher nur wenige gesicherte Erkennt­nisse (…) über das Auftreten und die Wirkung von Infra­schall vorliegen.

Das RKI empfiehlt also verstärkte Forschung auf diesem Gebiet, was in Deutsch­land bisher leider nicht nennens­wert geschehen ist.

Chroni­sche Erkran­kungen

Die gesund­heit­li­chen Gefahren, die sich hier andeuten, würden erst mit einer Verzö­ge­rung von einigen Jahren deutlich werden, wie es bei der Entwick­lung von chroni­schen Krank­heiten üblich ist. Denn viele chroni­sche Krank­heiten laufen in den ersten Jahren fast unbemerkt ab. Diese Entwick­lung würde vermut­lich die robusten und sehr vitalen Menschen weniger betreffen als die empfind­li­chen bzw. die schon erkrankten Menschen.

Schall­aus­brei­tung

Wegen seiner großen Wellen­länge hat Infra­schall bei der Schall­aus­brei­tung andere Eigen­schaften als Hörschall. Mit zuneh­mender Höhe der Schall­quelle breitet sich der Infra­schall durch Hinder­nisse ungehin­dert und ungestört kegel­förmig in der Haupt­wind­rich­tung aus. Hier funktio­nieren keine Ohrstöpsel und keine Schall­schutz­mauern. Tieffre­quente Schall­wellen werden von der Umgebung weniger gedämpft als hochfre­quente, bei denen ein Teil von der Luft oder vom Boden geschluckt wird. Hinder­nisse wie Felsen, Bäume, Schutz­wälle oder Gebäude schirmen die tieffre­quenten Schall­wellen nicht wirkungs­voll ab. Infra­schall ist auch durch bauliche Maßnahmen wie Dämmschutz oder Lärmschutz­fenster nicht aufzu­halten. Die Dicke einer Lärmschutz­wand müsste ¼ der Wellen­länge betragen. Infra­schall von 16 Hz hat eine Wellen­länge von 34 Metern, d.h. die Dicke der Schutz­wand wäre dann mehr als 8 m (von der notwen­digen Höhe ganz zu schweigen)!

Infra­schall-Reich­weite

Wie weit Infra­schall reicht, sollen folgende Beispiele verdeut­li­chen:

Wenn in den USA Sensoren zur Erfas­sung von „seismi­schen Aktivi­täten“ – sprich Erdbeben – aufge­stellt werden, so müssen diese einen Mindest­ab­stand von 20 bis 25 km zu Windparks einhalten, damit die Messungen nicht von dem dort ausge­henden Infra­schall verfälscht werden. Aber auch in Deutsch­land kennt man solche Abstände: Im Rahmen des Atomwaffen-Sperr­ver­trages wurden in Deutsch­land im Jahre 2005 Messsta­tionen zur Infra­schall-Überwa­chung einge­richtet. Indus­trie­parks mit Megawatt-Windkraft­an­lagen, die in der Nähe von solchen Messsta­tionen errichtet werden sollen, müssen einen Abstand von 25 km einhalten damit die Arbeit der Messsta­tionen auch bei ungüns­tigen Wetter­lagen nicht gestört wird (Cerrana u.a., Bundes­an­stalt für Geowis­sen­schaften 2005).

In einer der wenigen gut dokumen­tierten deutschen Unter­su­chung hat man 2005 eine weibliche Versuchs­person einem Infra­schall ausge­setzt, der von einem einzelnen großen 5-MW-Windrad bei ruhigem Wetter in einer Entfer­nung von 15 km ankam. Die Versuchs­person konnte den Infra­schall nicht wahrnehmen und ihn natür­lich auch nicht hören. Selbst in dieser Entfer­nung vom 15 km konnte man verän­derte Gehirn­ströme messen (Weiler 2005).

Die Orien­tie­rung an der „Wahrneh­mungs­schwelle“ ist unsinnig

  • Die krank­ma­chenden Wirkungen nieder­fre­quenter Schall­wellen beruhen auf messbaren physio­lo­gi­schen Mecha­nismen und müssen von der immer wieder angeführten Wahrneh­mungs­schwelle deutlich getrennt werden!
  • Dies beruht auf der Tatsache, dass die Schall­auf­nahme bei weitem nicht auf das Gehör beschränkt ist (Gehirn, Haut, Gleich­ge­wichts­organ etc.)
  • Medizi­nisch erfass­bare Wirkungen entstehen bei Langzeit­be­las­tung mit Infra­schall durch Bahnungs­ef­fekte auch bei Pegeln deutlich unter der „Wahrneh­mungs­schwelle“.
  • Die “Wahrneh­mungs­schwelle” als untere Grenze des Gesund­heits­schutzes ist heute nicht mehr akzep­tabel!
  • Eine neue Defini­tion des Mindest­schutz­ni­veaus für die Bevöl­ke­rung gegen­über der zuneh­menden Belas­tung unseres Lebens­raumes durch nieder­fre­quenten Schall ist daher dringend geboten:

Eine auf den vorlie­genden medizi­ni­schen Wirkungen basie­rende „Wirkungs­schwelle“ muss zukünftig den Rahmen der gesund­heit­li­chen Belas­tung der Bevöl­ke­rung festlegen.

Kurzzeit­mes­sungen ignorieren Langzeit­folgen

Die im aktuellen DIN-45680-Entwurf (TA-Lärm) beschrie­benen Infra­schall­wir­kungen betreffen in der Regel höhere Pegel und kurzzei­tige Exposi­tionen. Die Norm ist „langzeit­blind“, genau wie gerne zitierte Labor­un­ter­su­chungen zur Infra­schall­pro­ble­matik.

Es ist aber in der Medizin bekannt, dass chroni­sche Krank­heiten nach dem Dosis-Wirkungs­prinzip entstehen (Dosis im Körper ist das Produkt aus Inten­sität mal Wirkungs­dauer). „Die Dosis macht das Gift”. Dies macht plausibel, warum Infra­schall­folgen erst nach Monaten oder Jahren der Belas­tung entstehen können und die Ursache der Erkran­kungen somit verschleiert wird.

Beson­ders gefährdet: Kinder, Jugend­liche und Schwan­gere

Zu den Risiko­gruppen, bei denen Klärungs- und Handlungs­be­darf besteht, sind beson­ders Kinder, Jugend­liche und Schwan­gere zu zählen. Beson­ders kritisch müssen die Auswir­kungen von Infra­schall auf den Schlaf von Schwan­geren und Wöchne­rinnen gesehen werden.

Dr. Nelting verweist dabei auf die EU-Richt­linie 89/391/EWG, wonach schwan­gere Arbeit­neh­me­rinnen keine Tätig­keit verrichten sollten, die zu starker nieder­fre­quenter Vibra­tion führen können, da sich hierdurch das Risiko einer Fehl- oder Frühge­burt erhöhen kann.

Risiko­vor­sorge: ausrei­chender Sicher­heits­ab­stand

Die einzige echte Risiko­vor­sorge beim Infra­schall besteht also in einem ausrei­chend großen Sicher­heits­ab­stand zur Wohnbe­bauung.

Verant­wor­tung für Mitbürger

Wer Rücksicht auf die Belange von Schwarz­stör­chen und Milanen nimmt, der darf die Gesund­heit seiner Mitbürger nicht aus den Augen verlieren.

Wer Verant­wor­tung trägt, muss sich auch verant­wor­tungs­voll infor­mieren!


Am 24. Juni 2015 stellte Dr. med. Johannes Mayer ebenfalls die Gefahren des Infra­schalls dar und kam zu denselben Schlüssen. Seinen hörens- und sehens­werten Vortrag können Sie hier nachvoll­ziehen: 

Den Bericht über die Veran­stal­tung in Oberberken finden Sie hier.

Am 7. Juni 2015 widmete das Magazin SPIEGEL online den Risiken des Infra­schalls und dem politi­schen Umgang damit diesen sehens­werten Beitrag:

Am 10. Juli 2015 erklärte die Physi­ka­lisch-Techni­sche Bundes­an­stalt, dass der bishe­rige Wissens­stand zum mensch­li­chen Hörver­mögen korri­giert werden muss:

PTB

Mit einem Klick öffnet sich die Presse­mit­tei­lung.

 Aus dieser Meldung zog die Partei die Linke im Saarland am 22. Juli 2015 die richtigen Schluss­fol­ge­rungen:

Linke SAAR

Mit einem Klick öffnet sich die Presse­mit­tei­lung.

Am 28. Juli 2015 sendete der Deutsch­land­funk diesen Beitrag:

DLF

Mit einem Klick gelangen Sie zum hörbaren Beitrag.

Verant­wor­tung ist wahrzu­nehmen.


Weiter­füh­rende Literatur finden Sie in diesen Quellen:


 

Elliaufkleberohnerand

 

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Flyer-fuer_die_Vernunft_160 Flyer – Plakate – Rat

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