Die Windkraft­lobby verbittet sich die Wahrheit

BWE verklagt DIHK

Der Bundes­ver­band Windenergie (BWE) ist die Lobby­or­ga­ni­sa­tion der Windkraft­in­dus­trie. Wenn man einer deutschen Quali­täts­zei­tung glauben darf, gehören windige Deals quasi zum Marken­kern dieser Branche.

Die Windenergie ist dank staat­li­cher Förde­rung ein lukra­tiver Markt – doch offenbar auch ein Nährboden für zwielich­tige Geschäfte

schrieb die Frank­furter Allge­meine Zeitung am 1.11.2013.

Diese Phäno­mene sind natür­lich nicht dem BWE anzulasten, sondern vielmehr dem System geschuldet: Wo leicht verdiente Einnahmen winken und Markt­ge­setze wenig gelten, finden Korrup­tion und illegale Praktiken gute Bedin­gungen.

Die Wahrheit hingegen ist den Geschäfts­aus­sichten in der Branche weniger zuträg­lich.

Wenn die Impli­ka­tionen einer einfa­chen Dreisatz­rech­nung und einige Wahrheiten zur statis­ti­schen Verfüg­bar­keit von Windstrom allge­mein bekannt wären, würde sich das Geschäfts­klima in der Branche sicher­lich drastisch verschlech­tern. Das oft bemühte Weltklima blieb davon völlig unberührt – eine unbequeme Wahrheit.

Auch die Wahrheit, dass ganzen Popula­tionen von Greif­vö­geln durch den Ausbau dieser vermeint­li­chen Zukunfts­branche der Garaus droht, wäre – wenn bekannter – sicher­lich geschäfts­schä­di­gend.

Von daher ist die Branche sehr gut beraten, sich mit dem BWE einen schlag­kräf­tigen und politisch bestens verdrah­teten Verband zu leisten.

Dieser ist sehr bemüht, alle unpäss­li­chen Wahrheiten argumen­tativ zu halbieren – sprich in Halbwahr­heiten oder weniger herunter zu trans­for­mieren. Sehr erfolg­reich versteht es der BWE, Öffent­lich­keit, Politik und Medien den 24. Buchstaben des Alpha­bets als den 21. zu verkaufen.

Ein ganzes Sammel­su­rium an Halbwahr­heiten bietet die Broschüre Windenergie A-Z, in der sich die hier demas­kierten Mythen nahezu in Reinform wieder­finden.

Das legitime Bestreben des Verbandes ist es, einem schnellen Ausbau der Windin­dus­trie den Weg zu ebnen.

Wenn man einem fakten­fo­kus­sierten deutschen Nachrich­ten­ma­gazin glauben darf,  gibt der Lobby­ver­band zwecks Ebnen jenes Weges Schulungen und unter­richtet im Gebrauch grenz­wer­tiger Praktiken.

Ein BWE-Seminar mit dem Titel „Wen muss ich mir zum Freund machen?“ schulte Unter­nehmen im Umgang mit Gegnern. Der Referent soll nach FOCUS-Infor­ma­tionen den Teilneh­mern wörtlich „Dirty Tricks“ empfohlen haben. 

Schließ­lich sei im Krieg und in der Liebe „alles erlaubt“, so der PR-Mann aus der Branche, der in der Ausein­an­der­set­zung mit Bürger­initia­tiven erprobt ist: „Wenn Sie einen Wahlkampf führen, wenn Sie um Akzep­tanz kämpfen gegen eine Bürger­initia­tive, dann ist das ein Krieg, und da müssen Sie auch keine Scheu davor haben, dass Sie zu unlau­teren Mitteln greifen“, sagte er angeb­lich den 20 Zuhörern. 

Man solle ruhig auch mal mit „Kanonen auf Spatzen schießen“. 

Ein Zuhörer war so entsetzt, dass er FOCUS infor­mierte. FOCUS hatte bereits über ein anderes BWE-Seminar berichtet, das darüber aufklärte, wie Natur­schutz ausge­trickst werden könne und Kommunen in Schach gehalten werden sollten.

Aus dem Artikel “Wende auf die harte Tour“, aus dem FOCUS vom 3.12.2012

 

Weniger legitim, finden wir.

Angesichts der sich langsam abzeich­nenden Tendenzen zur wirtschafts- und umwelt­po­li­ti­schen Vernunft, sei es durch die Aktivi­täten spani­scher Waldschützer, der europäi­schen Kommis­sion, des europäi­schen Parla­ments oder der Monopol­kom­mis­sion scheint man beim BWE auf Wahrheiten aller Art beson­ders aller­gisch zu reagieren:

Die “harte Gangart”, die der Lobby­ver­band bisher – gemäß oben zitiertem Artikel – offenbar nur im Umgang mit windkraft­kri­ti­schen Bürger­initia­tiven auf lokaler Ebene pflegte, wird nun auch auf Ebene der Dachor­ga­ni­sa­tionen an den Tag gelegt:

Wie am 17.11. 2013 in der WELT zu lesen war, gerät kein geringer als der Deutsche Indus­trie- und Handels­kam­mertag nun offenbar ins Visier des Lobby­ver­bandes. 

Die 150 jährige Insti­tu­tion vertritt die Inter­essen der gesamten gewerb­li­chen Wirtschaft. Nach eigenem Bekunden stand der DIHK dabei stets für Freiheit und Wettbe­werb.

Dieses Begriffs­paar und die Orien­tie­rung am Gemein­wohl steht in natür­li­chem Gegen­satz zu dem Parti­ku­lar­in­ter­esse einer Branche, deren ganzes Geschäft auf Abnah­me­zwang und Planwirt­schaft beruht. 

Insofern besteht zwischen dem DIHK und dem BWE ein latenter Inter­es­sen­kon­flikt

Dieser latente Konflikt ist nun seitens der Windkraft­lobby in einen handfesten Rechts­streit überführt worden. 

Stein des Anstoßes ist – Sie  es ahnen es – die Wahrheit. 

In seinen energie­po­li­ti­schen Positi­ons­pa­pieren hat sich der DIHK erdreistet, den unkon­trol­liert schnellen und system­wid­rigen Ausbau der Erneu­er­baren Energien als Kosten­treiber der Energie­wen­de­po­litik  darzu­stellen – also die Realität abzubilden.

Dieser ungeheu­er­li­chen – unter anderem durch die Analysen des Sachver­stän­di­gen­rates zur Begut­ach­tung der gesamt­wirt­schaft­li­chen Lage eindeutig bestä­tigten – These will der Lobby­ver­band nun mit dem juris­ti­schen Kriegs­beil begegnen.

Die Windkraf­lobby verbittet sich die Wahrheit.

Lesen Sie hier mehr über den aus unserer Sicht grotesken Vorgang.

Womög­lich werden die Wirtschafts­weisen als nächstes verklagt.

Schließ­lich mahnen diese zur Vernunft und appel­lieren an die Politik, genau jene Parti­ku­lar­in­ter­essen zu überwinden, die der BWE vertritt. 

Wir tun dies übrigens auch

Für das Wohl von Mensch und Natur.

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