Bödefeld, 25. April 2015

Am 25. April 2015  luden die vernunft­kräf­ti­gen­den Landes­ver­bände der für Mensch und Natur aktiven Bürger­initia­ti­ven aus Nordrhein-Westfa­len, Hessen und Rhein­land-Pfalz ins Hochsauer­land ein.

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Frau Nina Grunsky von der Westdeut­schen Allge­mei­nen Zeitung hat die Veran­stal­tung aus unserer Sicht sehr schön zusam­men­ge­fasst – wofür ihr unser Dank gebührt. Ihren vollstän­di­gen Artikel lesen Sie mit Klick auf das Bild. Auszüge finden Sie hier:

Natur­dorf Bödefeld.

So wirbt der kleine Ortsteil von Schmal­len­berg im Inter­net um Touris­ten. Von der Natur aller­dings, so fürch­tet man hier, könnte nicht mehr viel bleiben, wenn es so käme, wie im Regio­nal­plan vorge­se­hen. 50 Windrä­der würden dann den Ort umgeben, sagt zumin­dest Michal Schift, Vorstands­mit­glied des Natur­schutz­ver­eins Schmal­len­berg. Womit die Aussich­ten in Bödefeld eigent­lich noch ganz gut wären. Wenn die Energie­wende kommt wie geplant, im Jahr 2050 also 80 Prozent des Stroms aus erneu­er­ba­ren Energie stammen, „wird man, egal wo man in Deutsch­land steht, 130 Windrä­der sehen können, wenn man sich einmal um die eigene Achse dreht“, behaup­tet Willi Schmidt, Vorstand von „Vernunft­wende NRW“. Wohlge­merkt bei einer Fernsicht von zehn Kilome­tern.

Es droht die Allge­gen­wart der Windrä­der – überall

Vor einem Jahr hat Willi Schmidt daher die Vernunft­wende NRW gegrün­det, damals mit etwa 30 Bürger­initia­ti­ven. 84 gehören dem Landes­ver­band mittler­weile an; 28 davon allein in Südwest­fa­len. Ein Zentrum der Windkraft­geg­ner, in dem am Samstag­nach­mit­tag Bürger­initia­ti­ven aus Nordrhein-Westfa­len, Hessen und Rhein­land­pfalz zusam­men kommen. 170 Gruppen umfas­sen die drei Landes­ver­bände. 450 Vertre­ter, so zumin­dest die Veran­stal­ter, sind zu dieser ersten länder­über­grei­fen­den Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung in der Bödefel­der Schüt­zen­halle gekom­men. Man wolle die „Schlag­kraft“ über die Landes­gren­zen hinweg aufzei­gen, hofft der Winter­ber­ger Willi Schmidt, dass die drei Verbände künftig besser wahrge­nom­men werden, wenn sie gemein­sam auftre­ten.

Gigan­ti­scher Flächen­ver­brauch“

Ein Plan, der an diesem Nachmit­tag aller­dings noch nicht so recht aufzu­ge­hen scheint. Vertre­ter der Landes­re­gie­rung, Politi­ker aus Bund, Land oder Kommu­nen sind der Einla­dung nicht gefolgt. Zumin­dest nicht aus NRW. Aus Rhein­land-Pfalz und Hessen sind Landtags­ab­ge­ord­nete zugegen. Aber die Windkraft­geg­ner bleiben unter sich. „Eigent­lich müssten die Befür­wor­ter herkom­men, damit wir sie mit unseren Argumen­ten überzeu­gen können“, räumt NRW-Vorstand Willi Schmidt ein. Statt­des­sen können sich die Gegner der Windrä­der hier mit Argumen­ten wappnen. Die Bundes­in­itia­tive „Vernunft­kraft“ hat vier Exper­ten ins Sauer­land geschickt, die erklä­ren, warum die Energie­wende nicht gelin­gen kann und welche Folgen der Ausbau der Windener­gie für Mensch und Natur hat. Ein Gespann, das schon vieler­orts in Deutsch­land mit Vorträ­gen gegen die Windkraft aufge­tre­ten ist.

Alle acht Kilome­ter ein Park mit zehn Rädern

Haupt­ar­gu­ment zum Beispiel von Nikolai Ziegler: Um 25 Prozent des Strom­be­darfs in Deutsch­land aus Windkraft zu speisen, müsste alle acht Kilome­ter im Land ein Windpark mit zehn Rädern stehen, rechnet er vor. Das aber bedeute einen „gigan­ti­schen Flächen­ver­brauch“, argumen­tiert er. „Das Beste in Deutsch­land, die Natur und der Wald, wird damit zerstört – für eine völlig sinnlose Energie­po­li­tik.“

Worte, für die er im Natur­dorf Bödefeld viel Applaus bekommt.

Nina Grunsky

wdr

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