Das Allgäu beruhigt

Am 12. August 2018 trafen vernunft­kräf­tige Bürger­initia­tiven aus dem Allgäu mit dem bayeri­schen Wirtschafts­mi­nister Pschierer zusammen. Sie nutzten die Gelegen­heit, ihn an die Vorteile der hart erkämpften 10H-Regelung zu erinnern und ihm ein Bekenntnis für das wirtschaft­lich, ökolo­gisch und sozial Vernünf­tige zu entlo­cken. Marika und Reinhold Faulhaber berichten:

      Bayern: 10 H-Abstands­re­ge­lung muss bleiben

Windkraft­an­lagen an Siedlungen:

Wirtschafts­mi­nister Pschierer beruhigt demons­trie­rende Allgäuer Bürger­initia­tiven beim Festwo­chen­einzug in Kempten/Allgäu


Kempten –   „Danke für 10 H“ und „Finger weg von 10 H“ stand auf den Trans­pa­renten, die Allgäuer Bürger­initia­tiven dem bayeri­schen Wirtschafts- und Energie­mi­nister Franz-Josef Pschierer und den Festgästen beim Einzug ins Festwo­chen­ge­lände in Kempten demons­trativ zeigten.  10 H steht für eine Abstands­re­ge­lung von neuen Windkraft­an­lagen zu Wohnsied­lungen, die eine zehnfache Windrad­höhe zum Schutz der Anwohner vor Emissionen und Bedrän­gung vorsieht.

Die Teilnehmer der Kundge­bung aus dem Ost-, West- und Oberallgäu bestärkten mit ihren Dutzenden Plakaten die vorbei marschie­renden Politiker diese Geset­zes­re­ge­lung auch nach der Landtags­wahl kompro­misslos beizu­be­halten.

   Diese bayern­weite Regelung aus 2014, für die mittler­weile über 200m hohen Windin­dus­trie­an­lagen, habe sich bewährt, so Reinhold Faulhaber, der Vorsit­zende der „Initia­tive Landschafts­schutz Kempter Wald und Allgäu e.V. (ILKA)“ und Mitglied in VERNUNFTKRAFT., der zur Kundge­bung aufge­rufen hatte. Die 10 H-Regelung ermög­liche es auch den Kommunen einen gerin­geren Mindest­ab­stand zu Siedlungen festzu­legen, sollte der Bau der Anlagen in den Gemeinden mehrheit­lich erwünscht sein. So stellte auch die Staats­re­gie­rung fest: „10H hat sehr zu Befrie­dung der Strei­tig­keiten um die Windkraft in Bayern beige­tragen. Sie gibt den Kommunen beim Windkraft­ausbau mehr Verant­wor­tung und stärkt somit die Akzep­tanz bei den Bürge­rinnen und Bürgern vor Ort.“

 Von der Windkraft­lobby, die nach wie vor durch die hoch subven­tio­nierte Förde­rung im Erneu­er­baren Energien Gesetz (EEG) profi­tiert, wird diese Abstands­re­ge­lung gerade wieder vor der Landtags­wahl in Frage gestellt. Die Verord­nung dient jedoch dem Schutz und der Gesund­heit der Bürger vor Lärm, Infra­schall und Bedrän­gung.

Minister Pschierer: Mit mir gibt es keine Änderung

   Wirtschafts- und Energie­mi­nister Franz Josef Pschierer bestä­tigte mehreren der Kundge­bungs­teil­neh­mern mit einem Hände­druck: „Mit mir gibt es keine Änderung.“ Auch bei einem „Energietag“ im Rahmen der Allgäuer Festwoche wieder­holte Pschierer sein ja zu 10H.

 Die Initia­tiven im gesamten Allgäu und in Bayern sorgen sich jedoch, ob die Regelung eventu­elle Koali­ti­ons­ver­hand­lungen unbeschadet überstehen wird, oder ob wieder weitere Windparks die Bayeri­sche Erholungs­land­schaft zerstören und Orte umzin­geln werden.

Strom­wende–Chaos hält an

  Die Mitglieder der Allgäuer Bürger­initia­tiven, die mit ihrer Bundes­in­itia­tive VERNUNFTKRAFT., Maßnahmen für eine vernünf­tige Energie­po­litik aufzeigen,  hoffen auf ein Umdenken und Gegen­steuern im Energie­wende-Chaos: „Die immer noch vorherr­schende Windeu­phorie gefährdet den Wirtschafts­standort Deutsch­land und unsere Zukunft, anstatt diese zu sichern. Volks­wirte, Spitzen­ma­nager, Politiker und Natur­schützer warnen energisch, und fordern einen Stopp der jährlich mit 24 Milli­arden Euro subven­tio­nierten EEG-Planwirt­schaft.

     

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