Europä­isch? Denken!

 

Energie­wende europä­isch denken

war das Motto eines Themen­abends am 28.10.2013 in der Schin­kel­halle in Potsdam.
 
Im Rahmen des EU-Bürger­dia­logs disku­tier­ten Vertre­ter des europäi­schen Parla­ments, der europäi­schen Kommis­sion und der Bundes­re­gie­rung unter­ein­an­der und mit dem Plenum über diverse Fragen der Energie­wende:
  • Norbert Glante, Mitglied des Europäi­schen Parla­ments (SPD)
  • Dr. Markus Pieper, Mitglied des Europäi­schen Parla­ments (CDU)
  • Alexan­dra Thein, Mitglied des Europäi­schen Parla­ments (FDP)
  • Ingmar Jürgens, Experte für wirtschafts­po­li­ti­sche Fragen, Europäi­sche Kommis­sion
  • Jochen Homann, Präsi­dent der Bundes­netz­agen­tur

Die Diskus­sion moderierte:

  • Albrecht Meier, Politik­re­dak­tion des Berli­ner Tages­spie­gel

 

VERNUNFTKRAFT. war durch Dr. Gisela Deckert, Helga Ehres­mann, Nikolai Ziegler und weitere Mitglie­der vertre­ten.

 

Wie geht es weiter mit der Energie­wende in Europa und wie lassen sich die Stärken aller Länder besser nutzen?

Kann mehr europäi­scher Wettbe­werb die Preise in Deutsch­land senken?

Windkraft im Norden, Solar­ener­gie im Süden – sind die natio­na­len Ziele effizi­ent?

Ob europäi­sche oder deutsche Lösun­gen: Netzaus­bau ist notwen­dig, aber nicht durch meinen Garten?

Wie verbes­sern wir Trans­pa­renz, Bürger­be­tei­li­gung und Versor­gungs­si­cher­heit?”

 

laute­ten die Leitfra­gen der Podiums­dis­kus­sion, zu denen es – gemes­sen an unseren Positio­nen – viele vernünf­tige und einige sehr unver­nünf­tige Antwor­ten gab. 

Die Frage “Was erwar­ten Sie sich von Europa” – war der Start­schuss für Fragen des Publi­kums. 

Wir äußer­ten die Erwar­tung, dass Europa uns Deutschen helfen möge,  zur Vernunft zu kommen.  

Im Folgen­den skizzier­ten wir einige der krassen ökono­mi­schen und ökolo­gi­schen Fehlent­wick­lun­gen. Es stellte sich heraus, dass nur sehr wenigen von den rund 200 Teilneh­mern das Ausmaß der Natur­zer­stö­rung im Namen des “Ökostroms” annähernd bewusst war. 

Auch die einschlä­gi­gen Fakten und Zahlen (Primär­ener­gie­ver­brauch, Volllast­stun­den, Grund­last­fä­hig­keit) waren nicht allge­mein geläu­fig.

Dass tausende Windkraft­an­la­gen in Wäldern geplant und vielfach bereits errich­tet sind, schien auch den Vertre­tern von Kommis­sion, EU-Parla­ment und Bundes­re­gie­rung nicht bekannt zu sein. 

Die Konfron­ta­tion mit den Zahlen und Fakten rief Reaktio­nen zwischen Betrof­fen­heit und Ungläu­big­keit hervor.

Die EU-Parla­men­ta­rier hielten das von uns skizzierte Phäno­men der Windin­dus­tria­li­sie­rung von Wäldern und Natur­räu­men unisono für eine bedau­er­li­che Fehlent­wick­lung.

Der Präsi­dent der Bundes­netz­agen­tur meinte, dies “könne nicht sein”, da das Roden von Wald “ungesetz­lich sei”. 

Wir mussten ihn leider aufklä­ren.

Unser Fazit: 

Europä­isch denken ist gut.

Viel wichti­ger aber: überhaupt erst mal denken.


Falls Sie vor Ort waren, und die von uns darge­stell­ten Sachver­halte überprü­fen wollen, empfeh­len wir Ihnen diesen Basis­text, diese Ergän­zung,diesen Artikel im FOCUS sowie diesen Artikel in der Rhein-Zeitung.

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