Mahnwache in der Fried­länder Wiese

Am 12. Januar 2019 erreicht uns dieser Bericht von der Freien Fried­länder Wiese.

  Mahnwache für Arten­schutz gegen Windkraft­an­lagen in Ferdi­nandshof
 
Es sollten nicht mehr als 20 werden, es wurden über 60 Menschen  aus allen Dörfern rund um Ferdi­nandshof, die zur Mahnwache für den durch Windkraft­an­lagen bedrohten Arten­schutz in der Fried­länder Großen Wiese und das integrierte Molden­hauer Bruch kommen wollten. Schon lange bei den Behörden angemeldet, fanden sich Bürger allen Alters, vieler Berufe und Stände, ob Rentner, ganze Familien, Studenten, Werktä­tige als buntes Völkchen an der 109 gegen­über der Tankstelle zusammen. “Windkraft Stop” war gut vernehm­lich in mehreren Chören zu hören, und diese Auffor­de­rung bezog sich auf die erneuten Auswei­sungen für Windparks auf der Fried­länder Großen Wiese/Moldenhauer Bruch und weiteren Flächen wie auch auf den bereits gestellten Bauan­trag zwischen Bahnschienen und 109 Richtung Anklam. Mit vielen phanta­sie­vollen Trans­pa­renten und Schil­dern  wie “Vorpom­mern, wo der Seeadler auf Windkraft trifft”, “Urlaub in Lübs-man fühlt sich wie ge-rädert”, “Fried-Land – keine killing Fields” und “Der Himmel gehört der Natur” belebten die gelb bewes­teten Natur­freunde und Betrof­fenen die triste samstäg­liche Wetter­lage an der 109, passiert von zahlrei­chen PKWs, die mit  zahlrei­chen “Daumen-hoch” ihre Sympa­thie bekun­deten. NDR und Radio MV  waren gekommen, um die Menschen zu ihrem Engage­ment  zu befragen. Die wohl durch­dachten und durchaus überzeu­genden Antworten auf die Frage, wo denn der Strom künftig herkommen solle, zeigten sich vielfältig wie überzeu­gend: Arten­schutz darf nicht gegen Klima­schutz ausge­spielt werden, der Arten­schutz mit fast 30 gefähr­deten Arten in der “Wiese” gehe vor Gewinn­erwar­tung der örtli­chen Guss, die, wie erst kürzlich erfahren, als Nutzniesser der Anlagen profi­tieren wird. Man sei auf dem Land ohnehin geschlagen mit Gülle, Glyphosat, Biogas­an­lagen und weiterhin hohen und bald wieder erhöhten Strom­kosten. Das zahlen­mä­ßige Soll der geplanten Anlagen für  das “Energie­land” M-V sei mit über 40 Prozent am Brutto­strom­ver­brauch (lt. Landes­ver­band)  längst erfüllt. Windenergie ist nicht grund­last­fähig, benötigt eine zweite Energie zur Gewin­nung, viele Räder stehen oft still, ja, man muss sogar noch dafür bezahlen, dass der Strom z.B. von den Polen abgenommen wird. Es gibt vor allem keine Speicher. Die geplanten Groß-Anlagen bis 240 m Höhe, deren Betrieb für viele Menschen durch den vibrie­renden Infra­schall erheb­liche Gesund­heits­schäden nachweis­lich verur­sacht, wären für viele ein Grund, wegzu­ziehen, mit erheb­li­cher Wertmin­de­rung ihrer Grund­stücke. Auch touris­tisch wird es – bereits angekün­digt – erheb­liche Verluste geben. Ein solches nachhal­tiges Zeichen, so einige der betrof­fenen Bürger, dürfe die Politiker künftig nicht kalt lassen. Denn jeden Samstag von 10 bis 11 Uhr wird nun künftig die Mahnwache auf gleicher Welle und an gleicher Stelle statt­finden. 
 
Fotos und Text: Angelika Janz
 

 

Der NDR berich­tete ebenfalls Link.

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