28 Stunden fliegen / 10 Minuten lesen

Seit der Bundes­tags­wahl 2017 sind am 20. Oktober 2017 bereits vier Wochen vergan­gen. Vier Wochen, die weite Teile der Vernunft­kraft-Redak­tion für Erholungs­rei­sen genutzt haben, weshalb es auf unserer Inter­net­seite sehr beschau­lich zuging.

Der Wahlabend brachte ein Ergeb­nis, das viele Teilneh­mer überraschte. Nachdem die Sozial­de­mo­kra­ten eine Regie­rungs­be­tei­li­gung direkt ausge­schlos­sen hatten, verblieb als einzige denkbare Regie­rungs­ko­ali­tion ein Bündnis, das sich nur sehr wenige Wahlbe­rech­tigte gewünscht hätten.

Die Sondie­rungs­ge­sprä­che für eine solche „Jamaika“-Koalition haben gerade begon­nen – ob es tatsäch­lich zu einer solchen Regie­rung kommt, ist gegen­wär­tig nicht abseh­bar. Prinzi­pi­ell hätten alle vier Parteien jeden­falls guten Grund, sich unsere Argumente und Forde­run­gen zu eigen zu machen. Sie alle könnten dies in völli­gem Einklang mit ihren erklär­ten Grund­phi­lo­so­phien tun: Angesichts des Desas­ters sind Innehal­ten und Nachden­ken sowohl mit markt­wirt­schaft­li­chem als auch christ­lich-sozia­lem, libera­lem und ökolo­gi­schem Gedan­ken­gut kompa­ti­bel, da ebenso schlich­tes wie zwingen­des Gebot der Vernunft. In unseren Briefen an die jewei­li­gen Partei­prä­si­dien hatten wir dies darge­legt.

Die Libera­len machten “vernünf­tige Energie­po­li­tik” zum Teil ihrer Kernfor­de­run­gen. Dass es ihnen gelin­gen möge, den Verhand­lungs­part­nern irrige Prämis­sen auszu­re­den und ihre Programm­punkte “Abschaf­fung des EEG” und “Beendi­gung der baurecht­li­chen Privi­le­gie­rung von WKA” durch­zu­set­zen, ist schwer zu hoffen. Schwer zu denken geben sollte allen Karibik-Reisen­den außer­dem, was im fünften Konti­nent vor sich geht: 

In einem Staat, der im Vergleich zu Deutsch­land über riesige Flächen und ein Vielfa­ches an Wind und Sonne verfügt, werden die Tücken ebendie­ser “Energie­trä­ger” erkannt und Konse­quen­zen gezogen:

aus der Nordwest-Zeitung.

Würden sich eventu­elle schwarz-gelb-grüne Koali­tio­näre darauf verstän­di­gen, die grotes­ken Phanta­sien von der Energie­wende-Weltmeis­ter­schaft aufzu­ge­ben und das Primat der Physik zu akzep­tie­ren, so könnte “Jamaika” für Mensch und Natur in Deutsch­land zum unver­hoff­tem Glücks­fall werden. 28 Flugstun­den dauert diese Vision.

Die von Windkraft-Freun­den reflex­haft vorge­brach­ten Thesen, dass es sich bei den Verant­wort­li­chen um “Klima­l­eug­ner” handele und die Menschen “Downun­der” allesamt nicht bei Trost wären, erschei­nen uns bei weitem zu kurz gedacht – nicht nur für diese lange Strecke. 

Im Übrigen: 28 Stunden zu fliegen kann sich sparen, wer die ZEIT vom 19. Oktober 2017 zur Hand hat und zehn Minuten aufmerk­same Lesezeit inves­tiert. Profes­sor Weimann erklärt darin erneut die Funkti­ons­weise des (europäi­schen) Emissi­ons­han­dels­sys­tems und legt dar, weshalb dieses die sinnvolle Heran­ge­hens­weise ist, wenn man „Klima­schutz“ nicht als Witz oder Subven­ti­ons­vor­wand auffasst, sondern tatsäch­lich Emissi­ons­re­du­zie­rung errei­chen möchte.

Der vollstän­dige Beitrag ist hier einseh­bar. Diesel­ben Sachver­halte finden Sie u.a. auch in diesem Video erklärt.

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