Bliesen­dorf bleibt beim aufrech­ten Gang

Am 13. Mai 2017 war es erneut soweit:

Die Vernunft­bür­ger­schaft aus dem Havel­land lud – nach 2012, 2013, 2014, 2015 und 2016 – zum nunmehr sechs­ten Mal ins beschau­li­che Bliesen­dorf ein, um ihrem Protest gegen die geplante Indus­tria­li­sie­rung des Waldes mit der nun schon tradi­tio­nel­len Wande­rung Ausdruck zu verlei­hen. Unsere Freunde und Gründungs­mit­glie­der berich­ten: 

 

Der Protest hört nicht auf !

Wie auch in der Vergan­gen­heit war  Petrus mal wieder auf unserer Seite, so dass der 6. Aktions-Famili­en­wan­der­tag mit Waldfest in Bliesen­dorf am 13. Mai mit zahlrei­chen Gästen und Wande­rern bei inter­es­san­ten Gesprä­chen ohne Regen statt­fin­den konnte. Die Ortsvor­ste­he­rin Eveline Kroll begrüßte die Gäste, klärte über den derzei­ti­gen Sachstand zur Windkraft in Werder (Havel) auf und stellte Forde­run­gen an die Landes­re­gie­rung zum Schutz von Mensch und Natur. Der stell­ver­tre­tende Bürger­meis­ter von Werder (Havel) , Chris­tian Große, sagte uns seine weitere Unter­stüt­zung im Kampf gegen die “Windin­dus­trie­gi­gang­ten” mit mittler­weile einer Gesamt­höhe von 220 Metern zu. Er sagte, dass eine Zerstö­rung der Natur gerade für einen staat­lich anerkann­ten Erholungs­ort nicht zumut­bar sei. Die Landtags­ab­ge­ord­nete Saskia Ludwig übergab der Bürger­initia­tive Bliesen­dorf zum fünfjäh­ri­gen Bestehen eine schoko­la­dige “Nerven­nah­rung” mit dem Zusatz “Durch­hal­ten”.

Frau Dr. Ludwig wanderte, genauso wie Sigmar Wilhelm Ortsvor­ste­her Glindow, bereits das 5. Mal mit uns durch den Wald. Beim Vorpro­gramm wurde zwischen den Reden kräftig gesun­gen mit Unter­stüt­zung der beiden Sänge­rin­nen Rebecca Ley und Anja Spiegel. Bei dem Gedicht von Erika Otto ” Was wir wollen” gab es mitten­drin sponta­nen Beifall.

Neben den Bliesen­dor­fern waren Kreis­tags­ab­ge­ord­nete, Stadt­ver­ord­nete, Vertre­ter aus der Stadt­ver­wal­tung, Mitstrei­ter vom regio­na­len Waldklee­blatt ‑Natür­lich Zauche e.V,  auch viele neue Gesich­ter aus Werder und insbe­son­dere aus Glindow dabei. Durch die Unter­stüt­zung von Sigmar Wilhelm und dem Heimat­ver­ein Glindow gibt es eine wachsende Solida­ri­tät der beiden Ortsteile Glindow und Bliesen­dorf im Kampf gegen den Windpark Werder.

Nachdem der “Hoffnungs­baum” mit von den Kindern bemal­ten Holzplätt­chen geschmückt worden ist, ging die Wande­rung bei guter Stimmung angeführt von den Wander­füh­rern und den beiden Clowns “Hella Propel­ler” sowie “Tute Caruso” los. Viele Familien mit Kindern gingen auf die “Schatz­su­che” in den Wald, um die Schätze der Natur mit dem Natur­schutz­hel­fer Karsten Bathe zu finden.

 

-  für die Bilder danken wir Dietger Spiegel - 

Die Wander­gruppe mit Eva Bogda befasste sich auch mit der Histo­rie des Waldes und einer Geschichte von dem Franzo­sen, der ganz alleine ein Waldge­biet angepflanzt hat. Nach der Wande­rung wurde der Hunger durch den selbst­ge­ba­cke­nen Kuchen der Landfrauen, frisch Gegrill­tem vom Sport­ver­ein und einer lecke­ren Wilds­puppe der Jäger gestillt. Viele Infor­ma­tio­nen “Rund um den Wald” gab es bei den Jägern und beim Infostand der Bürger­initia­tive. Während des Waldfes­tes sorgte Chris­toph Wein & Band für gute Stimmung, so dass bis zum Abend der Wald mit viel Publi­kum gefei­ert wurde, aber auch viele infor­ma­tive Gesprä­che zum Thema Windkraft statt­fin­den konnten. Die Bilder­aus­stel­lung der “Bliesen­dor­fer Waldspat­zen” zu den Gefah­ren für den Wald, rundete den 6. Aktions­tag “Rettet unseren Wald” ab.        

 

Wie schon im letzten Jahr freuen wir uns über die wachsende Schar der Wander­vö­gel. Ihr beharr­li­cher und stets kreati­ver Einsatz ermutigt und regt an. Erneut gilt unser Dank Eveline Kroll und allen ehren­amt­li­chen Ermög­li­chern des Bliesen­dor­fer Happe­nings. Erneut lautet unser Appell an alle Verant­wort­li­chen: Lasst es nicht zu!

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