Gründungs­feier VK-Hessen

Mit einer Gründungs­feier in den histo­ri­schen Mauern des Klosters Arnsburg nahm der Landes­ver­band VERNUNFTKRAFT. HESSEN e.V. am 11. Oktober 2014 offizi­ell seine Arbeit auf. Der Einla­dung

VKH

Das Programm vom 11.10.2014

waren die Vertre­ter der hessi­schen Regie­rungs­par­teien CDU und Bündnis 90/Grüne, der Frakti­ons­vor­sit­zende der FDP sowie rund 150 Vertre­ter der hessi­schen Bürger­initia­ti­ven gefolgt. Mindes­tens aus Sicht der Vernunft­bür­ger war die Veran­stal­tung ein voller Erfolg: Es war eine Demons­tra­tion der Geschlos­sen­heit und energi­scher Auftakt für eine solida­ri­sche Zusam­men­ar­beit zum Wohle von Mensch und Natur. Nicht zuletzt die musika­li­sche Beglei­tung durch die Rhöner Sauwäntzt sorgte dafür, dass auch Spaß und Gesel­lig­keit in den Kloster­mau­ern Platz fanden.

Hier einige Impres­sio­nen:

Bereit für große Taten – der Vorsit­zende und sein Hund.
Vernunft­kraft – TV berei­tet sich auf Einsatz vor.
Die Kompe­tenz in Medizin und Technik – Drs. Ahlborn und Kuck.
René Rock im Gespräch mit Graf zu Solms-Laubach.
Rolf Schus­ter präsen­tiert neue Zahlen.
Dr. Ziegler führt durch das 1x1 der Energie­po­li­tik.
Die Rhöner Sauwäntzt – auch am Rande mitten­drin.
Konnte ihre Stand­punkte leider nicht begrün­den – Angela Dorn.
Hermann Dirr in seinem Element.
Bei diesen Klängen bleibt keine Kniekehle gerade.
Dr. Ahlborn widmet sich politisch ignorier­ten Fragen.
Nachlese bei Spätlese.

Presse­mit­tei­lungh

des Landes­ver­ban­des Vernunft­kraft Hessen e.V.

 

 

 


Vernunft­kraft-Hessen kündigt „Wind of Change“ für die Energie­wende an.                                      

In das Kloster Arnsburg  bei Lich hatte der neu gegrün­dete Hessi­sche Dachver­band der windkraft­kri­ti­schen Bürger­initia­ti­ven, VERNUNFT­KRAFT- Hessen e.V., Vertre­ter von 60 hessi­schen BIs zu seiner Auftakt­ver­an­stal­tung einge­la­den. Vorsit­zen­der Bernhard Klug konnte neben den mehr als 150 BI-Vertre­tern aus ganz Hessen auch die Landtags­ab­ge­ord­ne­ten Angela Dorn, Bündnis90/Die Grünen, René Rock, FDP und Peter Stephan, CDU begrü­ßen.                                                                                                                                                           

Gleich im ersten Redebei­trag machte der Wirtschafts­wis­sen­schaft­ler und Bundes-VERNUNFT­KRAFT­ler Dr. Nikolai Ziegler klar, dass die Energie­wende geschei­tert sei, weil keines der mit ihr verbun­de­nen Ziele reali­siert werden könne. Ein Festhal­ten an einer 100 Prozent Strom­ver­sor­gung aus Erneu­er­ba­ren Energien, wie in Hessen zum Dogma erhoben, entziehe sich jeder natur­ge­setz­li­chen Nachprüf­bar­keit und sei nicht verant­wort­bar.

Beson­ders die auf den Olymp gehobene Windkraft, mit der etwa 70 Prozent des hessi­schen Energie­be­darfs gedeckt werden soll, erfülle den Anspruch an eine versor­gungs­si­chere, bezahl­bare und umwelt­freund­li­che  Strom­ver­sor­gung in keiner Weise. Die derzeit in Deutsch­land vorhan­de­nen etwa 24.000 Windkraft­an­la­gen mit einer Kraft­werks­ka­pa­zi­tät von zirka 34.0 MW (Megawatt) trügen zu einer siche­ren Strom­ver­sor­gung nur zu weniger als einem Promille bei. Daher müssten zur Gewähr­leis­tung der Versor­gungs­si­cher­heit die gesam­ten konven­tio­nel­len Kraft­werks­ka­pa­zi­tä­ten am Netz bleiben. Für den beschlos­se­nen Atomaus­stieg bedeute dies, dass der konven­tio­nelle Kraft­werks­park zum Ausgleich der wegfal­len­den Erzeug­er­ka­pa­zi­tä­ten weiter ausge­baut werden muss. Damit werde auch deutlich, dass das Primärz­iel der Energie­wende, nämlich die Reduzie­rung der Kohle­di­oxy­de­mis­sio­nen, nicht erreich­bar wäre, was sich auch in den aktuel­len Emissi­ons­wer­ten wieder­spie­gele. Der Beitrag der Windkraft zur Strom­ver­sor­gung werde auch dann energie­wirt­schaft­lich irrele­vant bleiben, wenn man die Zahl der Windkraft­an­la­gen in Deutsch­land verviel­fa­che. Auch einhun­dert­tau­send­mal Null bliebe im Ergeb­nis Null. Mit dem weite­ren Ausbau der Windener­gie werde man wegen der Regelun­gen im EEG (Erneu­er­ba­ren Energien Gesetz) nur die Strom­preise nach oben bewegen und dies sei volks­wirt­schaft­lich ein Debakel. Steigende Energie­kos­ten würden sowohl die Kaufkraft der Verbrau­cher mindern, als auch die Wettbe­werbs­fä­hig­keit der deutschen Wirtschaft gefähr­den.

Was aber die Bürger­initia­ti­ven und damit Vernunft­kraft auf den Plan gerufen habe, sei die mit dem Ausbau der Windkraft verbun­dene sinnlose Natur­zer­stö­rung.

Dieses Stich­wort nahm Dr.-Ing. Detlef Ahlborn, Ingenieur und nordhes­si­scher Unter­neh­mer als zweiter Redner auf, um in seinem Referat die räumli­chen Auswir­kun­gen der Windkraft­ma­nie zu geißeln.

So habe die Landes­re­gie­rung zwar das Flächen­ziel auf zwei Prozent der Landes­flä­che begrenzt, dabei aber verschwie­gen, dass mehr als 40 Prozent der gesam­ten Landes­flä­che wegen ander­wei­ti­ger Nutzung oder fehlen­der energe­ti­scher Voraus­set­zun­gen überhaupt nicht als Windvor­rang­flä­che zur Verfü­gung stünden. Darüber hinaus wäre die angenom­mene Eignungs­flä­che von 420 km² für die Aufnahme der zur Erzeu­gung des geplan­ten Windstrom­an­teils von 28.0 TWh (Terawatt­stun­den) pro Jahr benötig­ten 6000 Windkraft­an­la­gen zu gering bemes­sen.                                                                  

Das habe zur Folge, dass die gesamte Energie­wende auf die Flächen der Mittel­ge­birgs­la­gen und damit zu großen Teilen auf Waldge­biete konzen­triert werde. Die etwa 12.000 km² des vorwie­gend ländli­chen Raumes würden bei der Umset­zung des Ausbau­zie­les in unvor­stell­ba­rer Dichte mit Windkraft­wer­ken bestückt. Bei einem Flächen­be­darf von einem Quadrat­ki­lo­me­ter für einen „Windpark“ mit neun Anlagen würden mehr als 600 dieser Windener­gie­kom­plexe entste­hen, wodurch der gesamte ländli­che Raum in einem Abstand von 4200 Metern von Windpark zu Windpark übersät wäre. Dies käme der Unbewohn­bar­keit weiter Landes­teile gleich. Die Auswir­kun­gen auf die Natur seien verhee­rend.

Dass nicht nur Landschaf­ten und Natur­räume sinnlos zerstört würden, sondern auch eine gesund­heit­li­che Gefähr­dung von Menschen evident sei, darauf ging in einer wissen­schaft­li­chen Analyse der dritte Redner des Abends, der Medizi­ner Dr. Eckhard Kuck ein. Er beschwor die Politik, sich ernst­haf­ter, als dies bisher gesche­hen sei, mit den Schall­emis­sio­nen von Windkraft­an­la­gen ausein­an­der­zu­set­zen. So weise eine Studie des Umwelt­bun­des­am­tes nach, dass neben der wahrnehm­ba­ren Lärmbe­läs­ti­gung durch Windkraft­an­la­gen auch die Emission von nieder­fre­quen­tem Schall, der durch das mensch­li­che Gehör nicht wahrge­nom­men werde, zu gesund­heit­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen führen könne. Dieser sogenannte Infra­schall wirke auf das Stamm­hirn des Menschen und könne zu erheb­li­chen Störun­gen  des  Immun­sys­tems führen. Was sich durch Unwohl­sein, Schlaf­lo­sig­keit, Kopfschmer­zen, Depres­sio­nen und andere Symptome bemerk­bar mache.

Leider hatten die Vertre­ter der CDU und B90/Die Grünen zu diesem Zeitpunkt wegen ander­wei­ti­ger Verpflich­tun­gen bereits die Kloster­mau­ern verlas­sen, was mit großem Bedau­ern zur Kennt­nis genom­men wurde. MdL Renè Rock von der FDP sah sich in einer kurzen, aber präzi­sen Stellung­nahme ganz an der Seite der von Vernunft­kraft vertre­te­nen Positio­nen und war sich sicher, dass auch bei zumin­dest einem der derzei­ti­gen Regie­rungs­part­ner mittel­fris­tig die Vernunft über Ideolo­gie und Macht­er­halt siegen werde.          

Alle Argumente zur „Hessi­schen Energie­wende“, so Bernhard Klug in seiner Abschluss­rede, seien in ein Positi­ons­pa­pier von VERNUNFT­KRAFT-Hessen einge­flos­sen, das ab sofort in gedruck­ter Form und als Power­point­prä­sen­ta­tion allen BIs zur Verfü­gung stünde.

Man setzte bei VERNUNFT­KRAFT auf einen inten­si­ven Dialog mit der Politik und auf Partner­schaf­ten mit der Wirtschaft und den Gewerk­schaf­ten sowie anderen gesell­schaft­li­chen Gruppen, um den energie­wirt­schaft­li­chen Irrweg zu beenden, um damit dem Erhalt der Schöp­fung eine neue Chance zu geben. 

Hier können Sie den Eingangs­vor­trag nachvoll­zie­hen:

Und hier die Quint­essenz.

 

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