Bescheiden und Mutig: Windlobby ändert Kurs

Am 16. November 2019 gelang es Hermann Albers, dem Präsi­denten des Bundes­ver­bands Windenergie, uns zu überra­schen:

Bisher vor allem durch medien­wirk­sames Verdrü­cken von Kroko­dils­tränen bekannt, zeigt die von ihm geführte Windkraft­lobby plötz­lich ein ganz neues Gesicht: Beschei­den­heit die neue Zier, der BWE nun nicht mehr ohne ihr. Die Nachricht wurde von diversen Medien 1:1 aufge­nommen: 

Dass die Bundes­re­gie­rung beim wichtigsten Projekt unserer Volks­wirt­schaft aufgrund der Kritik einiger Bürger­initia­tiven einzu­kni­cken droht, zeigt ihre aktuelle politi­sche Schwäche.

Hermann Albers (Hervor­he­bung und Verlin­kung: Vernunft­kraft)

Man las und staunte.

Das Geschäfts­mo­dell der von Herrn Albers vertre­tenen Branche ist nur noch das wichtigste Projekt der Volks­wirt­schaft und damit ein rein weltli­ches Phänomen!

Noch vor wenigen Jahren ließ H.A. die inter­es­sierte (und uninter­es­sierte) Öffent­lich­keit wissen, dass die Windkraft­branche quasi (ganz so weit “wollte er ja nicht gehen”) die legitime Nachfol­gerin Jesu sei: 

Auszug aus diesem (u.E. geschmack­losen) Beitrag des Herrn A. (2014)

Nun kämpft Herr Albers (gemäß eigener, schlecht-witziger Logik) zwar immer noch für den Erhalt der Erde, hat das Aufstellen weitge­hend nutzloser, ökolo­gisch schäd­li­cher und energie­wirt­schaft­lich parasi­tärer Windkraft­an­lagen aber von der religiösen Überhö­hung zum “volks­wirt­schaft­lich wichtigsten Projekt” degra­diert.

Wahrlich bescheiden! 

Wobei…

…demogra­fi­sche Entwick­lung, Schul­den­abbau, Mieten­ent­wick­lung, Umwelt­schutz, Fachkräf­te­mangel, Migration/Integration, drohende De-Indus­tria­li­sie­rung, Bildung, Digita­li­sie­rung, Zukunft des Gesund­heits- und Renten­sys­tems…

…war da noch ‘was?

Gegen­über dem weiteren – nur mit Subven­tionen und Absatz­ga­ran­tien mögli­chen – Ausbau einer “Techno­logie”, die

  • aktuell ganze 3 Prozent zum Energie­be­darf unserer Volks­wirt­schaft beiträgt,
  • optisch allge­gen­wärtig aber produ­zie­rend immer wieder gänzlich abwesend ist,
  • allein in Deutsch­land eine Viertel­mil­lion Fleder­mäuse dahin­rafft und
  • ungezählten Menschen das Leben schwer macht,

sind die vorge­nannten “volks­wirt­schaft­li­chen Projekte” laut BWE-Präsi­dent jeden­falls nachrangig. 

Die  dpa trans­por­tierte das Gejammer (besser: aggres­sive Geschrei), das die Windlobby angesichts überfäl­liger Abstands­re­ge­lungen von sich gab, in zahlreiche Zeitungen. Wir waren so frei, der dpa bei der Korrektur von Fehlein­schät­zungen behilf­lich zu sein [ACHTUNG: SATIRE]:

dpa-Meldung, satirisch korri­giert. Mit einem Klick zum Original.

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Dass der Rücken­wind für die – immer noch viel zu geringen Abstand­sam­bi­tionen der Bundes­re­gie­rung – zunimmt, ist aller­dings keine Satire, sondern Fakt:

 

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Ebenfalls Fakt ist, was die FAZ am selben Tag zu den Strom­preisen feststellt:

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Angesichts dieser Fakten­lage und der notori­schen Unzuver­läs­sig­keit und Faulheit der eigenen Klientel, sind die Ausfüh­rungen des obersten Windkraft­lob­by­isten nicht nur bescheiden, sondern auch sehr mutig: 

Seitens der “einigen Bürger­initia­tiven” und darüber hinaus ist das Gebahren der Windkraft­lobby nämlich als dreistes Blend­werk erkannt. Und diese Erkenntnis verbreitet sich wie ein Lauffeuer – wir liefern gerne den Sauer­stoff. “Im Krieg und in der Liebe” mag alles erlaubt sein – wie der BWE schon 2012 infor­mell ausgab. Aber wenn der Bogen überspannt ist, bricht er. Insofern: Weiter so, Herr Albers. 

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