Bliesen­dorf, die achte

Am 19. Mai 2019 erlebte das beschau­li­che Bliesen­dorf wieder einen großen Auflauf: Zum nunmehr achten Mal hatte die vernunft­kräf­ti­gen Bewoh­ner des branden­bur­gi­schen Dörfchens zur Waldwan­de­rung eingeladen.

Nach 2012, 20132014201520162017 und 2018  galt es auch in diesem Jahr, den Wider­stand auf denkbar fried­lichste Art zu artiku­lie­ren. Den Wider­stand gegen die auch hier immer noch drohen­den lokalen Auswüchse einer fehlge­lei­te­ten Energiepolitik.

Neben der Aufklä­rung darüber, was auf dem Spiel steht und warum die gefor­der­ten Opfer umsonst sind, kam der gesel­lige Aspekt der Veran­stal­tung auch diesmal nicht zu kurz. Eveline Kroll berichtet: 

 

Bei Kaiser­wet­ter wurde am 8. Aktions­tag der Werde­raner Wald in Bliesen­dorf gefeiert

Am Sonntag, den 19. Mai 2019, fand der 8. Aktions­tag “Rettet unseren Wald ” mit ca. 250 Teilneh­mern in Bliesen­dorf statt. Auch viele Gäste u.a. aus Werder, Glindow, Kloster Lehnin, Fichten­walde und Mitstrei­ter von befreun­de­ten Bürger­initia­ti­ven waren gekom­men. Nach der Begrü­ßung durch die Ortsvor­ste­he­rin Eveline Kroll und den Reden von Bürger­meis­te­rin Manuela Saß, MdL Dr. Saskia Ludwig und dem Ortsvor­ste­her von Glindow Sigmar Wilhelm, begann ein feier­li­ches Programm rund um den Wald. Beson­ders gefei­ert wurde, dass mit großer Unter­stüt­zung der Stadt Werder (Havel), die beantrag­ten Windkraft­an­la­gen seit 2013 im Werde­raner Wald bei Bliesendorf/Glindow noch nicht stehen und dass der Kampf um den Wald nicht nachlas­sen wird.

Aktuell liegt ein Antrag der Firma Notus für die Errich­tung von 18 Windkraft­an­la­gen im Wald mit einer Gesamt­höhe von mittler­weile 244 Metern vor. Auch dieser Antrag wurde von Werder abgelehnt. Weiter­hin fordern wir von der Landes­re­gie­rung eine Evalu­ie­rung der Regio­nal­pläne: Keine Windrä­der im Wald und größere Mindest­ab­stände zur Wohnbe­bau­ung. Zur Abrun­dung gab es ein neues selbst­kom­po­nier­tes Lied von Rebekka Ley, das die Diskre­panz der Wertig­keit zwischen Stadt- und Waldbäu­men der “Grünen” beschrieb und für großen Beifall sorgte, das Bliesen­dor­fer Waldlied “kein fröhli­ches Lied” von Chris­toph Wein und zum Abschluss für alle zum Mitsin­gen die Vogel­hoch­zeit vom Werder­sän­ger Karsten Perenz.

Angeführt von der Wander­füh­rern Eva Bogda, den Natur­schutz­hel­fer Karsten Bathe, Gaby Bathe und dem Eselno­ma­den Jan mit seinen zwei Eseln begann dann die Wande­rung zu einer schönen Eiche im Wald. Unter dem grünen Dach der Eiche machte der Eselno­made Jan mit den Kindern Zirkus­jon­glage und Karsten Bathe erklärte den Kindern spiele­risch die Natur des Waldes. Die Erwach­se­nen wander­ten während­des­sen unter fachkun­di­ger Führung von Eva Bogda weiter und an verschie­de­nen Höhepunk­ten ( Dünen,Eichen,zwei dicke Eichen)  im Wald gab es litera­ri­sche Lesun­gen von Mitglie­dern des Waldklee­blatt Vereins. Begeis­tert kehrten die Wande­rer und Kinder mit den Eseln aus dem Wald nach Bliesen­dorf zum Waldfest zurück. Dort wurden die hungri­gen Wande­rer und Waldfest­gäste von den Bliesen­dor­fer Landfrauen mit selbst­ge­ba­cke­nen Kuchen und vom Waldklee­blatt­ver­ein  mit lecke­rem Grill­gut von regio­na­len Freiland­hal­tungs­schwei­nen versorgt. Rund um den Wald gab es einen gemein­sa­men Stand des BUND und des Waldklee­blatt – Natür­lich Zauche e.V., wo Herr Kruschat vom BUND erfolg­reich Unter­schrif­ten für die Volks­in­itia­tive “Arten­viel­falt retten” sammeln konnte. Der Kreativ­kel­ler Kirche Bliesen­dorf hatte natur­ver­bun­dene Kerami­ken angebo­ten. Die Bliesen­dor­fer Jäger hatten zur Anschau­ung Trophäen mitge­bracht und infor­mier­ten über ihre Aufga­ben. Die Bilder­aus­stel­lung  “Wurzeln des Lebens” von Sandra Dahlmann zeigte wunder­schöne Natur­bil­der aus unserer Heimat.

Mit der Band Purfürst & Wein hatte dieser gelun­gene Aktions­tag für den Erhalt unseres Waldes einen schönen Ausklang.

Eveline Kroll

BI-Bliesen­dorf im Waldklee­blatt – Natür­lich Zauche e.V.

 


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