Mögliche Gesundheitsrisiken der auf den massiven Ausbau von Windenergieanlagen verengten Energiewende-Politik haben wir im Rahmen unserer Vereinsarbeit gelegentlich thematisiert. Zwar liegt unsere Kernkompetenz auf der Analyse und Darstellung technischer, wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte der Fokussierung auf eine flächenintensive und unstete Energieerzeugungsart, doch haben wir – nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Kontaktaufnahmen durch Betroffene – auch (mögliche) Auswirkungen des massiven Ausbaus von Windkraftanlagen auf Lebensqualität und Gesundheit in einigen Stellungnahmen und Publikationen angesprochen. So enthält unser Kompendium von 2022 (s. S. 45ff.) den seinerzeit aktuellen Stand. Bereits 2019 leiteten wir – als Element eines Akzeptanzfahrplans (siehe S. 8f.) aus dem damals Bekannten die Forderung nach höheren und verbindlichen Schutzabständen ab.
Jüngste Arbeiten des Instituts für Infraschallforschung aus Mainz legen nahe, dass diese Forderung an Berechtigung und Aktualität nichts eingebüßt hat:
In einer epidemiologischen Studie zum Thema Windkraft und Herzkrankheiten beschreiben die Wissenschaftler eine statistisch signifikante Häufung von Herzinsuffizienz und ‑rhythmusstörungen in Gebieten mit hoher Windkraftanlagen-Dichte. Die Forschungsergebnisse wurden am 18. April 2026 auf dem 132. Kongress der Gesellschaft für Innere Medizin vorgestellt. Dem Konferenzformat entsprechend, wurde dabei dieses zitierfähige Poster verwendet:
poster_dgim_Infrasound_2026_AEI02-OriginalgroesseWohlgemerkt wird darin keine Kausalität, sondern eine statistisch signifikante Korrelation hergeleitet. Gleichwohl sehen die Studienautoren Risikoaufklärung und Schutz für geboten an:
“Die Daten zeigen ein signifikant erhöhtes kardiovaskuläres Erkrankungsrisiko in Kommunen mit starker Exposition von niederfrequentem Schall. Es sind daher umgehend geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die exponierte Bevölkerung über das Risiko von Rhytmusstörungen und Herzinsuffizient aufzuklären, um zeitnah geeignete therapeutische Maßnahmen ergreifen zu können. Für detaillierte Studien sollten Forschungsmittel bereit gestellt werden, um die Grenzwerte der aufklärungspflichtigen niederfrequenten Schallbelastung exakt zu definieren.”
Die Arbeit wurde zudem in der Fachzeitschrift Die Innere Medizin (S. 189) veröffentlicht.
Am 29. Mai 2025 griff das Nachrichtenmagazin Apollo-News das Thema auf:
Dabei erhielt der “klimafreundliche Verein” reichlich Beachtung. Dass die Branchenverbände der Windkraftindustrie sich vehement gegen jeden Erkenntnisgewinn hinsichtlich möglicher Gesundheitsimplikationen ihres Geschäftsmodells sperren und auch vor persönlichen Angriffen gegen Wissenschaftler nicht zurückschrecken, ist leider nichts Neues. Die säuberlich dokumentierte Korrelation schon.



