In einem Beitrag für das Magazin “Wirtschaftliche Freiheit” stellt und beantwortet Prof. Dr. Jochen Weimann (nur mal kurz) die Frage, wie es zur aktuell prekären wirtschaftlichen Lage Deutschlands kam. Der Beitrag erschien am 17. August 2026. Insbesondere die Ausführungen zu den energiepolitischen Dimensionen der Misere empfinden wir als akkurat und lesenswert:
Es sei noch einmal an den Anfang der Überlegungen erinnert. Demokratische Systeme erteilen Politikern außerordentliche Befugnisse, weil sie auf große Teile der Wertschöpfung zugreifen dürfen, die von den Menschen des Landes geschaffen wird. Nun zeigt sich, dass der Umbau des Energiesystems, der den politischen Prioritäten folgt, komplett aus der aktuellen Wertschöpfung finanziert werden muss, weil das Energiesystem selbst keinerlei Finanzierungsbeitrag leisten kann. Die Wertschöpfung, die dafür eingesetzt werden muss, steht für andere Verwendungen nicht mehr zur Verfügung. In dem Umfang, in dem in die Neugestaltung des Energiesystems investiert wird, gehen Verwendungen von Wertschöpfung verloren, die sich unmittelbar in den Dienst der Menschen in Deutschland hätten stellen lassen. Man kann es auch so formulieren: Würden wir auf den Umbau (die Energiewende) verzichten, könnte das Rentenniveau höher sein, das Gesundheitssystem besser ausgestattet, die Infrastruktur repariert und vieles andere realisiert werden, was unmittelbar im Interesse der Menschen dieses Landes liegt. Aber die politischen Prioritäten ordnen diesen Dingen im Vergleich zur Energiewende eine nachrangige Bedeutung zu. (.…). Die Prioritäten, denen die deutsche Energiepolitik folgt, lassen keinen Raum für eine Politik, die wirtschaftliches Wachstum und die Sicherung der sozialen Wohlfahrt verfolgt. Im Gegenteil. Sie führen dazu, dass erhebliche Teile der Wertschöpfung in sinnlose Umbauten des Energiesystems gesteckt werden müssen, die dazu führen, dass ein einst bestens funktionierendes System durch eines ersetzt wird, das anfällig ist und neue, extreme Abhängigkeiten schafft. Wir nehmen in Kauf, dass wir als Gesellschaft ärmer werden, um etwas zu bekommen, was schlechter ist als das, was wir hatten, und das nicht einmal in der Lage ist, die CO2-Emissionen auf globaler Ebene zu senken.
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