EU-Kommis­sion will vernünf­tigen Kurs vorgeben

In der Frank­furter Allge­meinen Zeitung vom 18. September 2013 ist zu lesen, dass sich auf dem Feld der Energie- und Klima­po­litik auf europäi­scher Ebene vernünf­tige Verän­de­rungen abzeichnen. Die Zeitung beruft sich auf Infor­ma­tionen aus dem Bundes­wirt­schafts­mi­nis­te­rium. Denen zufolge beabsich­tigt die EU-Kommis­sion, bei der anste­henden Neuaus­rich­tung ihrer strate­gi­schen Leitli­nien von Ausbau­zielen für sogen­ante Erneu­er­bare Energien Abstand zu nehmen und einzig und allein auf das CO2–Minde­rungs­ziel abzustellen.

Gegen­über dem Status Quo wäre dies eindeutig eine sehr starke Verbes­se­rung.

Dieser Schritt entspricht unserem Programm­punkt 5 –  Kohärenz herstellen. Der Ausbau von Windkraft, Photo­vol­taik und Co. hat mit dem Klima­schutz nichts zu tun und darf deswegen auch nicht mit diesem begründet werden. Der sogenannte “Ökostrom” wäre nicht länger defini­ti­ons­gemäß ökolo­gisch, sondern müsste seine Vorteil­haf­tig­keit erst beweisen. Das Errichten irratio­naler Sakral­bauten wäre nicht länger Selbst­zweck, sondern bedürfte einer ander­wei­tigen Begrün­dung – die sich kaum finden lässt.

FAZ-Heraus­geber Holger Steltzner analy­siert dies sehr treffend:

Die meisten EU-Staaten wollen sich auf die Verrin­ge­rung von Treib­haus­gasen konzen­trieren und keine Ausbau­ziele für Ökostrom mehr akzep­tieren. Das ist politisch klug, weil man sich nicht abhängig macht von Ökostrom-Lobby­isten, die weniger das Klima als ihr Porte­mon­naie im Blick haben.

Das ist auch umwelt­öko­no­misch geboten, da subven­tio­nierter Ökostrom den Emissi­ons­handel aushe­beln kann. Ein funktio­nie­render Handel mit Emissi­ons­zer­ti­fi­katen in Europa wäre für China und andere ein Vorbild und für das Klima ein Segen. Hierfür müsste Deutsch­land nur noch eine Illusion aufgeben: allein das Klima retten zu können.

Lesen Sie hier den sehr lesens­werten Kommentar.

Dass dieser Schritt “auch umwelt­öko­no­misch geboten” ist, lässt sich aller­dings nicht nur daran festma­chen, dass “subven­tio­nierter Ökostrom den Klima­schutz aushe­beln” kann.

Das umwelt­öko­no­mi­sche Gebot eines Stopps der “Ökostrom”-Förderung begründet sich unseres Erach­tens vor allem dadurch, dass “Ökostrom” der Umwelt in hohem Maße schadet.

Und zwar nicht nur abstrakt in Form einer Anomalie des Zerti­fi­ka­te­han­dels, sondern ganz konkret

Kurzum:

Die Förde­rung von “Ökostrom” ist vollkommen entbehr­lich, denn an dem, was uns Deutschen derzeit als “Ökostrom” verkauft wird, ist wenig bis nichts Gutes zu erkennen.

Auf Ausbau­ziele für “Ökostrom” lässt sich gut verzichten.

Lesen Sie hier mehr zu den Plänen, die man –gemessen am Status Quo- als hochgradig vernünftig bezeichnen muss. Dieser von der EU-Kommis­sion angedachte Richtungs­wechsel und der vollstän­dige Verzicht jedweder Förde­rung der Erzeu­gung von “Ökostrom” ist übrigens vollkommen kompa­tibel mit den jüngsten Empfeh­lungen der Monopol­kom­mis­sion.

Denen zufolge ist die “Ökostrom­sub­ven­tio­nie­rung” ebenfalls völlig überflüssig – nur wenn der politi­sche Wille eine Förde­rung partout erzwinge, sei ein Quoten­mo­dell zu wählen, erklärten die Regie­rungs­be­rater. 

Bleibt zu hoffen,

dass sich der “politi­sche Wille” bald wieder stärker am Wohl von Menschen und Natur, als an den Beutein­ter­essen von Subven­ti­ons­rit­tern orien­tiert – sprich:

dass die Politik zur Vernunft kommt.

Dieser Hoffnung haben gerade Menschen aus allen Teilen Deutsch­lands gemeinsam Ausdruck verliehen. Gemeinsam bleiben wir dran.

Info – Beitritt – Spende

    Videos

Mitschnitte

Flyer-fuer_die_Vernunft_160 Flyer – Plakate – Rat

vk-app

Buch