Vernünf­tiges in Weiß auf Blau

Der 9. Mai 2016 ist ein guter Tag für die bundes­deut­sche Vernunft­bür­ger­schaft.

weiss auf blau

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Über mehrere Jahre hinweg haben sich aufge­klärte und für das Wohl von Mensch und Natur engagierte Bürger aus allen Teilen des Landes für größere Mindest­ab­stände von Windin­dus­trie­an­lagen zu Wohnstätten einge­setzt. Bei den Regie­rungen der Bundes­länder Bayern und Sachsen fanden die vernünf­tigen Forde­rungen im Sommer 2013 Gehör.

Auf Antrag dieser beiden Länder, von VERNUNFTKRAFT. begrüßt und sowohl im Bundestag als auch im Landtag gegen erheb­liche Wider­stände unter­stützt, wurde schließ­lich die sogenannte Länder­öff­nungs­klausel ins Bauge­setz­buch aufge­nommen. Diese auch als Verant­wor­tungs­klausel bekannte Vorschrift machte den Weg für die 10H-Regel frei.

Bislang war allein Bayern vernunft­kräftig genug, diesen Weg konse­quent zu gehen. Aber auch dieses minimale Zugeständnis an energie­po­li­ti­sche Ratio­na­lität, Menschen- und Landschafts­schutz geriet sofort unter heftigsten Beschuss einer bundes­weit aufge­stellten Meute von Jagdhunden: Kein Höherer als Hans-Josef Fell rief sogleich eine Klage­ge­mein­schaft ins Leben, welche die gegen­über einer falschen Politik mühsam errich­tete Schranke zu Fall bringen sollte: Die 10H-Regelung sei verfas­sungs­widrig, argumen­tierten die Freunde des Ausbaus von Schwach­sinns­an­lagen.

Um den auf Verun­si­che­rung zielenden Aktivi­täten den Boden zu entziehen und die bayeri­sche Staats­re­gie­rung in ihrem vernünf­tigen Kurs zu bestärken, gab VERNUNFTKRAFT. ein eigenes Rechts­gut­achten in Auftrag. Was vernünftig ist, ist auch erlaubt, lautete das Fazit. Echte Vernunft­ver­ächter ließen sich davon freilich nicht überzeugen, sondern zogen vor das bayeri­sche Verfas­sungs­ge­richt.

Dieses hat am 9. Mai 2016 Vernünf­tiges für Recht erkannt: Der “Welpen­schutz” darf beendet, Verant­wor­tung darf wahrge­nommen werden.

Im bayeri­schen Rundfunk waren zum Thema sehr viele falsche Behaup­tungen sowie gedul­dige Richtig­stel­lungen unseres Sprechers Dipl.-Phys. Markus Pflitsch (ab Min. 7:30) zu hören. Sie können dies hier nachvoll­ziehen. Als positive und ermuti­gende Quint­es­senz darf festge­halten werden:

  1. Was in Bayern Recht ist, kann andern­orts nicht teurer sein.
  2. Gute Argumente sind wichtiger als lautes Gebell.

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