Bürger-Energie­gipfel

Vor mehr als einem halben Jahr haben sich rund achthun­dert Vertreter hessi­scher Bürger­initia­tiven bei Dauer­regen auf einer matschigen Wiese einge­funden, um für ihre Heimat einzu­stehen und die hessi­schen Wälder vor sinnloser Zerstö­rung zu bewahren. Ihr Anliegen fand bei den Adres­saten bislang leider kein Gehör

Die hessi­schen Regie­rungs­par­teien CDU und Grüne ebenso wie die opposi­tio­nelle SPD verwei­gern sich beharr­lich jeder ehrli­chen und offenen Diskus­sion harter Fakten und Argumente. Statt­dessen schickt die Al-Wazir-Behörde sogenannte „Media­toren“ in die Dörfer und Städte, die in sogenannten “Bürger­foren” landes­weit „Akzep­tanz“ schaffen sollen.

Bei jenen steuer­fi­nan­zierten Veran­stal­tungen ist die Akzep­tanz  der Media­toren aller­dings streng limitiert: Sofern die Konfron­ta­tion mit sachkun­digen und um Aufklä­rung bemühten Bürgern zu erwarten ist, werden Veran­stal­tungen auch einmal kurzer­hand abgesagt: Argumente und Fakten werden aus den entspre­chenden Sälen verbannt oder, sofern verse­hent­lich einge­drungen, in der für die Öffent­lich­keit bestimmten Nachbe­rei­tung getilgt.¹

Dieses Ausschluss­prinzip wird seitens der Wiesba­dener Windkraft-Koali­tion (WKK) konse­quent angewandt:

Bezüg­lich eines für den Herbst 2015 in Aussicht gestellten “2. Energie­gip­fels” wurde den windkraft­kri­ti­schen und vernunft­af­finen Bürger­initia­tiven die Teilnahme a priori verwei­gert. Die Befürch­tungen des Herrn René Rock, energie­po­li­ti­scher Sprecher der FDP-Landtags­frak­tion, bewahr­hei­teten sich: Den von einer auf falschen Berech­nungen und physi­ka­lisch falschen Prämissen beruhenden, Mensch und Natur belas­tenden Energie­po­litik betrof­fenen Bürgern ein Forum zu geben und sich mit den Tatsa­chen zu befassen, ist nicht das Anliegen der Herren Bouffier und Al-Wazir. Die von ihnen avisierte Alibi-Veran­stal­tung soll erklär­ter­maßen ledig­lich minimale Nachjus­tie­rungen zum Gegen­stand haben und die 2011 gefassten Beschlüsse zemen­tieren.

Es ist das Verdienst der hessi­schen FDP, die von der WKK verbrei­tete Ruhe mit Argumenten gestört zu haben:

Statt eines Bürge­r­energie-Gipfels, wie ihn der WKK und der SPD vorschwebt, luden die Liberalen alle hessi­schen Bürger zu einem Bürger-Energie­gipfel in den hessi­schen Landtag ein. Die Position des Binde­strichs ist hier von funda­men­taler Bedeu­tung:

Unter “Bürge­r­energie” verstehen Verfechter der Energie­wende-Politik die Teilhabe möglichst breiter Bevöl­ke­rungs­kreise an der EEG-finan­zierten Strom­erzeu­gung. Unter dem Schlag­wort der “Demokra­ti­sie­rung” wird damit die Teilhabe am Subven­ti­ons­topf und die politi­sche Zemen­tie­rung eines Irrwegs beför­dert. Was davon zu halten ist, finden Sie hier erläu­tert. Ein “Bürge­r­energie”Gipfel ist also das Forum der (prospek­tiven) Profi­teure eines Subven­ti­on­sys­tems, d.h. Energie­ge­nos­sen­schaften und Windkraft­lob­by­isten und dient der Festi­gung des öko-indus­tri­ellen Komplexes. Im Gegen­satz dazu soll ein BürgerEnergie­gipfel den finan­ziell und ideolo­gisch unabhän­gigen Bürgern ein Forum gegeben und das o.a. Ausschluss­prinzip ausschließen. 

Mit eben dieser Zielstel­lung fand am 11. Juli 2015 der erste Bürger-Energie­gipfel im Wiesba­dener Landtag statt. Der geplante Ablauf wurde exakt einge­halten. 

Ablauf

Mit einem Klick öffnet sich der Programm-Flyer.

Es war eine perfekt organi­sierte, rundherum gelun­gene Veran­stal­tung, wovon zunächst einige Bilder zeugen mögen.

An dieser Stelle werden wir zu gegebener Zeit Video­mit­schnitte der Reden präsen­tieren. Den Haupt­vor­trag von Dr.-Ing. Detlef Ahlborn finden Sie hier als pdf.

Dem Organi­sa­ti­ons­team um René Rock und Mario Klotz­sche gilt unser herzli­cher Dank. Den Vertre­tern aller anderen hessi­schen Landtags­par­teien gilt der Hinweis:

Als partei­po­li­tisch unabhän­giger und um Beitrag zu infor­mierten Entschei­dungen bemühter Verein freuen wir uns immer über Einla­dungen zu Bürger-Energie­gip­feln oder –dialogen im oben beschrie­benen Sinne. Gerne disku­tieren wir auch mit Ihnen darüber, ob und warum hessi­sche Wälder (keine) Windräder brauchen. Gerne berichten wir auch über Ihre Offen­heit für Fakten und Argumente und über Ihr Organi­sa­ti­ons­ta­lent. Wenden Sie sich dazu bitte an hessen@vernunftkraft.de 

¹Dieser Vorwurf ist der hessi­schen Landes­re­gie­rung im Umgang mit dem “Fakten­check” zum Infra­schall zu machen. Hier wurden zwar mehrere sachkun­dige Mediziner und Schall­tech­niker einge­laden und bekamen auch Rederecht – deren Argumente wurden im veröf­fent­lichten Abschluss­be­richt jedoch verzerrt oder gar nicht wieder­ge­geben. 

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